How to? Die Zombie-Apokalypse
How to? Die Zombie-Apokalypse als SMer
Wie überlebe ich die Zombie Apokalypse als SM-er?
Nun, wir alle kennen das: Nach einer langen Session kommen wir aus unserem Spielzimmer, sehen uns um und im Fernsehen kommt die Meldung, dass die lebenden Toten auf der Erde wandeln. Und nun?
Doch zum Glück sind wir SM-er und damit haben wir ein mannigfaltiges Arsenal an Werkzeugen, um der Bedrohung durch Zombies etwas entgegen zu setzen. In unseren meist barock eingerichteten Wohnungen finden wir einen "Spielzeugschrank", der jedem Kerkermeister die Tränen in die blutunterlaufenen Augen treiben würde. Dort findet sich sicherlich das Richtige.
Doch bevor wir unsere Waffen wählen. müssen wir zunächst herausfinden, mit welcher Art von Zombies wir es zu tun haben. Sind es die langsamen Hirntoten, wie man sie aus vielen Filmen kennt? Oder die Schnellen, die rennen, Haken schlagen und springen? Wenn wir in Erfahrung bringen konnten, welche Zombiegattung es auf unser Hirn abgesehen hat, kann es weiter gehen.
Ein perfektes Outfit zur Beseitigung des Problems muss her. Lack, Leder, Latex, Gummi - im Kleiderschrank eines SM-er ist alles vorhanden, also sicher auch in deinem. Doch hierbei ist Vorsicht geboten, wenn auch der rote, eng anliegende Ganzkörperlatexanzug in 3XXL auf jeder Party der Renner ist und bisher auch jede Session tadellos überstand hat, sollte man die Reißfestigkeit des Materials nicht überschätzen, auch wenn das Fetischherz blutet. Die teure Echtleder-Jacke und die Hosen aus 5mm dicken Gummi sind auf jeden Fall Biss hemmender und damit perfekt.
Nun, da wir uns umgezogen haben, gibt es noch eine weitere Sache, die nicht zu unterschätzen ist: Das Schuhwerk. Ich weiß, das Herz jeder Frau wird brechen, doch die 15 Zentimeter High-Heels, die so super heiß aussehen, sind nun nur noch dazu gut, um mit den Pfennigabsätzen den Zombies das Gehirn einzuschlagen. Doch keine Angst, liebe Frauen, die sauteuren Laufschuhe, die ihr euch vor Jahren gekauft habt, weil sie so gut zu der Esprit-Handtasche gepasst haben und die seitdem irgendwo ganz hinten in euer Schuhsammlung vergammeln, nachdem ihr sie genau zweimal getragen habt (einmal beim Anprobieren und einmal, als ihr festgestellt habt, dass Jogging echt nichts für euch ist) sind jetzt die erste Wahl.
Genug von der richtigen Bekleidung - kommen wir zur Wahl der Waffen.
In unserem Spielzimmer befinden sich mit Sicherheit einige Ketten. Diese kann man gegen jede Art von Zombies gut als Waffe einsetzen. Mit etwas Schwung geworfen bringen sie den Zombie zu Fall und erlauben uns, ihm in aller Ruhe den Kopf einzuschlagen. Das übergroße Hartholzpaddel, welches ursprünglich zum Servieren von Schnapsgläsern gedacht war und von uns fachmännisch umgearbeitet wurde, ist jetzt großartig. Kam es auch bislang leider nicht zum Einsatz, weil sich sämtliche uns bekannten Subs als zu verhätschelt herausstellten, um sich von uns damit einmal ordentlich vertrimmen zu lassen, hat es jetzt sein großes Comeback. Es eignet sich hervorragend, um damit den bissigen Biestern zu zeigen, wer hier der Herr (oder die Herrin) ist. Ein Aufwärmen ist nicht nötig, immer "feste drauf" und vergesst zudem nicht, auch wenn der Hintern, die größere Trefferfläche bietet und Ohrfeigen nur mit der Hand Spaß machen, wollt ihr den Viechern heute einfach nur den Kopf einschlagen.
Vielleicht werden sich jetzt einige fragen, warum bisher noch nicht die Rede von Pistolen und Gewehren war. Zwar sind - vertrauen wir auf die in den einschlägigen Filmen gebotenen Informationen - Zombies sicher dümmer als die meisten Vormittags-Pseudo-Reality-TV-Helden, doch Schusswaffen bringen hier einige Nachteile:
Erstens: Sind sie zu laut. Ein abgefeuerter Schuss könnte dazu führen, dass alle Zombies im Umkreis von mehreren hundert Metern darauf aufmerksam werden, dass sich hier noch ein lebender Leckerbissen befindet, den sie sich nur holen müssen.
Zweitens: Auch wenn es unfair ist, nicht jeder besitzt eine Waffe. Die Chance auf dem Weg in den nächsten Waffenladen schon angeknabbert zu werden, ist dieses Risiko nicht wert. Außerdem hat man NIE genug Munition, was einen dann dazu zu zwingt, immer weiter von Waffenladen zu Waffenladen zu ziehen, obwohl man seine Zeit kämpfend sinnvoller nutzen könnte.
Drittens: Im Fernsehen sieht es immer ziemlich leicht aus, wenn Gangster und Polizisten sich einen Schusswechsel liefern, doch der richtige Umgang mit einer Waffe will geübt sein. Nur dann, wenn wir auch den Kopf treffen, ist unser Zombie tot.
Viertens: Wir sind SM-er, wir sind individuell. Wir wollen nicht nur überleben, sondern auch beweisen, dass es besser ist, ein "Perverser " zu sein, als sich mit den anderen Zombies um die Kadaver zu streiten.
Mit ausreichender Bewaffnung können wir uns nun vor die Türe wagen. Da wir bisher noch keine großen Lebensmittelvorräte angelegt haben, muss dieses als Erstes nachgeholt werden. Unser Ziel ist daher der nächste Supermarkt. Doch der Weg ist nicht ungefährlich, nicht nur Zombies könnten sich über ihre nächste Mahlzeit freuen, auch andere Überlebende sind nicht zu unterschätzen. Es herrscht Anarchie, nur der Stärkste überlebt.
Die Frage ist, wie können wir herausfinden, ob unser Weg auch ungefährlich ist? Selbst vorgehen und nachsehen? Keine gute Idee. Doch die Lösung ist ganz einfach: Wir schicken unsere Subs vor! Natürlich ist es nicht unproblematisch, immerhin haben wir sie/ihn mühsam erzogen, doch letztlich ist dies der ultimative Test ihres/seines Gehorsams. Jetzt darf Subbie vorausspähen, das Kriechen durch Dreck und Schmutz dabei ist gleichzeitig hübsch demütigend, was Subbie sicher nicht schaden kann. Falls sie oder er hierbei doch von einem Zombie gebissen wird und sich in eines dieser Dinger verwandelt, ist auch das nicht weiter tragisch. Zwar wird Sub sich nun etwas renitenter als üblich verhalten, doch mit einem Maulkorb lässt sich die Bissigkeit reduzieren und die Ganzkörperzwangsjacke ist so doch noch ihr Geld wert.
Achja - solltet ihr von anderen "Überlebenden" wegen eurer Bekleidung oder Ausrüstung seltsam angeschaut werden - sagt einfach: "Hey! Es ist die Apokalypse, habt ihr nie Mad Max gesehen?" Sie werden vermutlich eh nicht lang genug überleben, um euch zu verurteilen.
In diesem Sinne... Viel Glück beim Überleben!
© Xexxa
