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Verstanden

Sheherazade

Sheherazade

Wie alles begann (Bretagne)

Für Anfang Mai war es am Meer schon angenehm warm. Kleine Wellen kletterten den Sand hoch und in der klaren Luft schienen die hellen Strände endlos zu sein. Am Horizont waren einige der legendären bretonischen Inselchen zu erkennen. Nur wenige Spaziergänger wanderten die Küste entlang. Kurz gesagt ein wunderbarer Sonnentag.
Sheherazade jedoch kickte unwirsch und barfüßig einen Kieselstein ins Wasser, was ein wenig schmerzte und ihre schlechte Laune verstärkte. Sie beobachtete die Menschen, die sich laut unterhielten und damit die Vögel aufscheuchten.
Nein, und diese Vorstellung gefiel ihr, sie selbst gehörte nicht hierher. Auf ihrer Bildungsreise hatte sie sich zu einer Stippvisite herabgelassen, niemand solle sie gefälligst stören - schon gar kein Mann.
Ähm … Moment, so war das nicht gemeint. Am Morgen nach dem Erwachen hätte sie aufgrund ihrer physiologischen Verfassung alles dafür gegeben, könnte sie sich nur annähernd an ihre nächtlichen, je nun: unleugbar feuchten Träume erinnern. Ziemlich feucht, wie sie sachlich feststellte.
Dazu muss man wissen (ich selbst weiß es gut), dass sich Sheherazade gerne in einer Abgründigkeit verlor, die man nicht anders denn als entgrenzte Lüsternheit bezeichnen muss. Und wenn Männer beim tieferen Eindringen in sie auf diese Schatztruhe stießen, so reagierten sie nicht selten mit Unverständnis und Ablehnung, wurden unsicher und beschuldigten sie, misandrisch oder lesbisch zu sein, nur
um ihr männliches Selbstwertgefühl zu retten.
Genährt wurde dieses Vorurteil durch ihre enge Freundschaft zu Phoebe Zeitgeist, die schon äußerlich einen völlig anderen Typ verkörperte. Hochgewachsen, schlank, langgliedrich und sehnig, mit schwarzen, glatten Haaren ganz im Gegensatz zu Sheherazade´s langer, weicher, kupferschimmernder Mähne, versehen mit eher kleinen und festen Brüsten und schmalen Lenden, mochte die androgyne Erscheinung von Phoebe Zeitgeist auf masochistische Männer wie eine materialisierte Gottheit wirken.
Ich war vormals für einige Wochen mit Phoebe liiert und schwöre, Hohes Gericht, dass das genaue Gegenteil der Fall war. Nichts weniger als eine Domina, fühlte sich Phoebe vom Gedanken der eigenen, sehr weitreichenden Unterwerfung magisch angezogen. Wir passten prima zusammen und verbrachten eine wahrlich traumhafte Zeit miteinander.
Aber auch Sheherazade und Phoebe verstanden sich außerordentlich gut wie zwei Schwestern im Geiste, die zur Erkundung aller möglichen sexuellen Spielarten aufgebrochen waren, niemandem als sich selbst und ihrer Neugierde verpflichtet, welche sie schon oft in wilde Abenteuer entführt hatte. Sie lachten häufig miteinander, wobei Sheherazade mehr als ein Mal bei Gesellschaften ihre lose Zunge nicht im Zaum halten konnte, die sie sich dann am liebsten abgebissen hätte, wenn ein vielversprechender Kandidat für eine lustige Liebesnacht konsterniert den geordneten Rückzug anzutreten für geboten hielt.
Wir hatten uns zu einer Reise in die Bretagne verabredet, an der ich als konsensueller Freund teilzunehmen das Vergnügen hatte. Ich schlief mit beiden Frauen, getrennt oder zusammen, hatte aber auch viel freie Zeit, die ich mit Genuss in Strandcafés zur Beobachtung der bretonischen Frauen verwendete. Keine Ahnung, was meine beiden Heldinnen so machmal trieben.

Das Geheimnis des Matrosen

Den Anfang machte Sheherazade. Nach ihrem Strandspaziergang in mürrischer Stimmung (warum weiß keiner) trottete sie im Hafen einen Kai entlang, als sie linker Hand einen vertäuten alten Kutter bemerkte. Er fiel ihr seiner schönen Holzrestaurationen am Deck und überhaupt seines guterhaltenen Zustands wegen auf. Vor allem aber fiel ihr der Mann auf, der die Enden der Takelage aufschoss und sauber am kurzen Mast befestigte. „In den besten Jahren, würde ich sagen“, dachte sie sich. Sonnengebräuntes, von Wind und Salzwasser gegerbtes Gesicht, nicht zu muskulös, aber eindeutig gut beieinander.
„Ich versuch’s mal“, dachte sie und rief laut: „Ahoi sailor!“
Der Mann drehte sich ihr zu und musterte sie lange. „Kapitän bitte, und Bootsmann und Rudergänger gleich mit.“ Er sprach gebrochen deutsch mit unbestimmtem Akzent.
„Sorry“, versetzte Sheherazade Und er murmelte :“Pas de quoi, Madame“.
Oha, „Madame“, ein Gentleman. Vorsicht, Sheherazade!
„Sind Sie Franzose?“ Er überlegte einen Augenblick. „Nein, Belgier; Flandern, um genau zu sein.“
(Ha, rief an dieser Stelle der Geschichte Phoebe- wie ist denn Dein flämisch? - Hab ich nie gebraucht, kam es von Sheherazade hochnäsig zurück. Ich musste kichern.)
Der Mann schwieg. „Schönes Schiff“, das klang schon sehr dämlich. Wenn er darauf einging, hatte sie ihn. Aber er schwieg weiter. - „Der Holzmast, ist das Eiche?“
Etwas bewegte sich in ihm. „Wenn Sie wollen, können wir einen schnellen Törn übers Wasser machen.“ Sheherazade stutzte: schneller Törn?? -
„Äh, jetzt gleich?“ - „Sicher“.
Sheherazade war schneller aufs Deck gesprungen, als ein Papagei „Schlampe“ krächzen konnte.
„Aber eins muss klar sein, ich bin der Captain. Und wenn Sie mir nur im Wege stehen, binde ich Sie am Mast fest. War ich klar genug, Mädel?“ -
„Nennen Sie mich gefälligst nicht Mädel !!“ Sie war rot angelaufen.
Während er schweigend den Motor startete, beäugte sie verstohlen den Mast. Nun ja, so eine halbe Stunde auf hoher See am Mast festgezurrt zu sein, war vielleicht gar nicht so übel und irgendwie vielversprechend.
So schipperten sie hinaus aufs offene Meer, und Sheherazade überlegte schon, wie sie ihren Seemann jetzt in Fahrt bringen konnte. Sie zog sich einfach nackt aus, griff sich zwischen die Schenkel und lehnte sich an die Ankerwinde. Keine fünf Minuten später hing sie eng an den Mast geschnürt; während sie den mit den Armen und den angebogenen Knien umfasste, stand ihr Hintern hoch in den Wind gerichtet. Der Mann trat nah heran, tastete suchend mit den Händen um ihren Oberkörper. Als er ihre Nippel zwischen die Finger bekam, drückte er fest zu und drang gleichzeitig tief in sie ein.
Ein lauter Schrei jagte über die weißen Schaumkronen, Sheherazade verschwand in ihrem Paralleluniversum. Nur die Sonne war Zeuge und ein kluger Delphin, der seinen Schnabel aufgeregt in die Luft steckte.

„Wie heißen Sie eigentlich?“ - „Hm, Carl.“

Später im Hafen betraten sie noch ein Café, eher eine Spelunke, wo Carl von einer Männerhorde empfangen wurde. „Na, Salty Dog, sorgfältig die Spur geprüft?“ - „George, Du bleibst eben immer ein einfacher Automechaniker. Ein Captain durchpflügt mit seinem Kiel die nasse See!“

„Sagen Sie, Carl …“ - Er unterbrach sie. „Wir werden uns wiedersehen. Man trifft sich immer zweimal.“

Als Sheherazade bei uns im Ferienhaus eintraf, wusste Phoebe sofort Bescheid. „Du siehst ziemlich ramponiert aus, Liebes. Scheint sich ja gelohnt zu haben. Übrigens gibt’s Neuigkeiten. Wir sind zu einem Empfang geladen, so mit den Reichen und Schönen der Bretagne.“ - „Nicht mit mir, lasst mich da raus.“ - „Von wegen; dusch Dich und zieh Dir was Hübsches an. Weiter geht’s.“

So kamen wir bei einem dieser 80 Meter Schiffe im großen Yachthafen an. Das ganze Programm, volle Beleuchtung, Livemusik. Was wir nicht wussten war, dass es sich um einen Maskenball handeln sollte. Ein beflissener Diener versorgte uns aber umgehend mit einer ganzen Auswahl von verschiedeneren Masken, sodass wir nicht zuletzt wegen der gewagten Kostümierung von Sheherazade und Phoebe aufs Freundlichste von den Gästen aufgenommen wurden, wenngleich wir auch ohne Maskerade keine Seele gekannt hätten. Ich hielt mich bescheiden im Hintergrund und überließ meinen Gefährtinnen das Terrain. Wir amüsierten uns königlich. Die vorlaute und direkte Sprechweise meiner Begleitung hypnotisierte die Meute, und Scharen von Männern folgten Ihnen auf Schritt und Tritt.
Alle Müdigkeit war von Sheherazade abgefallen, sie sprühte vor Energie und erzählte allen zum x-ten Mal den Timbuktuwitz. Eine Stimme hinter ihr flüsterte leise: „Na, Du amüsierst Dich ja prächtig, Mädel.“
Voller Zorn fuhr sie herum, stoppte jäh ihre Bewegung nach halber Drehung und erstarrte zu Stein. Dann blickte sie vorsichtig hinter sich und sah - niemanden. Keinen einzigen Menschen. Sie war sehr blass um die Nase geworden; Phoebe ließ sie nicht aus den Augen und wirkte äußerst besorgt.
„Sollen wir gehen, Schatz?“ Sheherazade beobachtete einen Pulk von Speichelleckern, die sich um einen Mann mit Cape und Zorromaske scharten. Sie wankte.
„Wer ist das?“ Phoebe blickte über ihre Schulter: „Soweit ich es mitgekriegt habe, handelt es sich wohl um unseren Gastgeber, Graf Carlos Rodriguez-Beauvoisin. Der spanische Graf ist Regierungsgesandter und ansonsten - unermesslich reich.“
„Soso, ist er das.“ Sheherazade‘s Mund war ein schmaler Strich. Phoebe sah den drohenden Vulkanausbruch. Der Graf flüsterte einem Bediensteten ein paar Worte zu. Der trat näher:
„Su Excelencia lässt fragen, ob sie ihm noch die Ehre …“ Phoebe fing an zu zittern; denn Sheherazade steuerte bereits auf die Männergruppe zu:

„Hallo, SAILOR!!“

Die Höhle des Löwen

und so waren wir kurz darauf mit der Limousine des Grafen auf dem Weg zu seinem verschwiegenen Chalet. Don Carlos hatte mit einem gewinnenden Lächeln den Sturm abwettern können und Sheherazade war schon wieder lammfromm. Nach unserer Ankunft teilten wir uns auf, ich blieb noch eine Weile am Eingang in einem bequemen Sessel sitzen und dachte über weiblichen Wankelmut nach.
Ich hatte also das leere Zimmer mit dem einsamen Scheinwerfer besichtigt und folgte jetzt den verschiedenen gestopften Geräuschen (der Blechmusiker weiß, was ich meine). Hinter der Zimmertür eröffnete sich mir ein einzigartiges Tableau. Zunächst von einem flackernden Kaminfeuer geblendet, das mit Rücksicht auf die noch kühlen Frühsommernächte entzündet worden war, nahm ich die Rücklehne einer Recamiere und darüber den Kopf einer Frau wahr, die die Augen nur kurz öffnete um mir zuzuzwinkern. Andere Begrüßungsgesten waren ihr nicht möglich, da zum einen ihre Arme in einem ledernen Monoglove auf dem Rücken bis über die Ellenbogen zusammengebunden waren; desweiteren war sie zu sehr damit beschäftigt, in regelmäßigen Abständen ihren gepressten Atem auszustoßen, als wolle sie Wehen abhecheln. Der Grund wurde schnell beim Herumgehen um das Möbel ersichtlich: gerade in diesem Augenblick setze ein dahinter stehender Mann seinen Schwanz an, um ihn rektal in Phoebe Zeitgeist (denn genau um sie handelte es sich) zu versenken - mit erheblichen Ansprüchen an ihre anale Dehnbarkeit. “Tua res agitur“ sagte ich leise und beugte mich zu ihrem Gesicht herunter. Aber sie konnte es nur mit einem leichten Zusammenziehen ihrer wunderbaren geraden Augenbrauen quittieren.

Seitlich bemerkte ich zwei Zofen in Korsettagen mit winzigen Servierschürzen und passenden Häubchen. Ihre etwas angestrengte Haltung mit durchgedrückter Taille ließ mich zurecht vermuten, dass sie mit ordentlichen Analplugs versehen waren. Jedenfalls gingen sie entsprechend staksig auf ihren hohen Absätzen und wurden zum Vorwölben ihrer schweren Brüste gezwungen, welche umsichtig über dem Korsett zur gefälligen Behandlung frei gelassen worden waren. Zu meiner großen Befriedigung und mit ungeteiltem Beifall fielen mir noch bei beiden etwa ein knappes Dutzend roter, also frischer Striemen quer über den Hintern gezogen auf.

Meine besondere Aufmerksamkeit widmete ich jetzt aber dem abgeschiedenen und in Dämmerlicht getauchten Teil des Raumes, der den Grafen auf einem Diwan ruhend zeigte, welcher seine Gesellschaftskleidung noch nicht vollständig abgelegt, hingegen die gefühlvolle wie sittsame Freilegung seines Geschlechts durch die wissenden Hände Sheherazade´s erfahren hatte. Diese kniete in demütiger Haltung vor ihm, nackt bis auf Pumps mit bestimmt 12 cm hohen Absätzen und bemühte sich eifrig, ihn von der außerordentlichen Wischkraft ihrer Zunge zu überzeugen. Sie griff ihm auch immer wieder fest mit den Händen an seinen Hoden zu sich heran, um den Schwanz tiefer in ihre Kehle stoßen zu lassen. Sie ließ von ihm ab, um mir freundlich zuzulächeln und sagte: „Nous sommes très occupée, wie Du siehst. Ich soll Dir ausrichten, dass Du mit den Dienstmädchen in den Raum nebenan gehen kannst. Sie wurden instruiert, Deine Wünsche genauestens zu erfüllen; sei streng mit ihnen, sie brauchen das.“
Und damit wandte sie sich erneut mit höchster pflichtgemäßer Konzentration ihrer verdienstvollen Aufgabe zu.

Timbuktu

Ganz so leer, wie es mir beim ersten Anblick des Zimmers mit dem Scheinwerfer geschienen hatte, war der Raum nun doch nicht. Im Halbschatten nahm ich diesmal eine grüne Chesterfield-Garnitur wahr sowie einige passende Hocker und Schemel. In einer Ecke befand sich ein hoher Regal- und Schubladenschrank aus Teakholz. Ich rückte einen großen flachen Hocker in die Mitte ins Scheinwerferlicht und hieß die Zofen, sich daneben zu knien; dann inspizierte ich den Schrankinhalt. Er barg einfach alles, was das Herz begehrt. Die beiden Delinquentinnen beobachteten genau, was ich herausnahm und auf einem Schemel sortierte. Das empfand ich als störend und versah sie daher mit aufblasbaren Mundknebeln und vor allem mit Augenmasken, deren Funktion ich sorgfältig prüfte.
Ich beschloss, ihre herausragenden anatomischen Vorteile zu nutzen, und diese bestanden zweifelsohne in ihren Brüsten, die nach einer gezielten Zuwendung förmlich schrien. Nachdem beide auf meine taktilen Hinweise hin den Vierfüßlerstand eingenommen hatten, was sich durch das scharfe Pfeifen einer durch die Luft gezogenen Reitgerte erfreulich beschleunigen ließ, ergriff ich die baumelnden Titten, streifte jeweils einen Kabelbinder um den Brustansatz und zog kräftig zu. Da hierunter noch ein keuchendes Stöhnen zu vernehmen war, pumpte ich die Knebel weiter auf, und da war Ruhe. Die Enden der Kabelbinder kürzte ich mit einer Schere. Die Handgelenke wurden mit kräftigen Stricken auf dem Rücken fixiert, so konnten sie mir nicht mehr dazwischen funken. Wieder aufrecht kniend zeigten sich rasch die Folgen des strammen Abbindens in Form einer erst noch blassen lividen Verfärbung. Die begleitende Erektion der Brustwarzen ermöglichte die phantasievolle Anwendung von Nippelklemmen.
Im Nebenraum signalisierten lautes Brüllen und Röcheln, dass Sheherazade und Phoebe zu einem infernalen Orgasmus gelangt waren.
Meine Zofen waren durch ihre Präparation nun auch gehörig auf Touren gebracht worden. Als ich ihnen in den Schritt griff, waren beide klatschnass. Kaum zu fassen. Ich warf sie vornüber auf den Hocker und vögelte sie abwechselnd. Dergestalt gedrillt konnte ich den beiden auch die Knebel entfernen und platzierte sie so, dass sie blindlings und fast gemeinsam meinen Schwanz mit dem Mund bearbeiten konnten. Zwischendurch hielt ich sie gerne bei Laune, indem ich unter ihnen durchgriff und ihre Kitzler massierte, worauf sie völlig aus sich herausgingen. Und wenn eine bei ihren Bemühungen nachließ, wurde sie mittels einiger deftiger Hiebe mit der Gerte zur Räson gebracht, was in dieser Position zu einem Schachbrettmuster auf ihren vorgezeichneten Hintern führte.
Unbemerkt hatten sich Sheherazade und Phoebe sowie ihre Liebhaber dazu gesellt und klatschten lautlos Beifall. Sie wurden Zeugen meines Höhepunktes und Phoebe ließ zu meiner Unterhaltung noch zweimal die Peitsche über die abgebundenen Brüste der Zofen zischen.

Der Graf macht einen Vorschlag

Wir saßen abgekämpft, müde und in unsere Gedanken versunken zusammen. Phoebe Zeitgeist formulierte den traurigen Tatbestand: „Uns gibt es gar nicht, das war doch alles nur Fiktion. Wir sind Luftikusse, Hirngespinste.“ Da ergriff Graf Carlos Rodriguez-Beauvoisin das Wort und sprach:
„Freunde, wir sind uns einig, dass wir hier den Beginn einer eingeschworenen Gemeinschaft erlebt haben. Dies soll nicht folgenlos bleiben. Ich möchte weitere Treffen anregen, die in unregelmäẞiger Folge stattfinden und sich lose an die große persische Sammlung anlehnen. Sheherazade hier ist schon namentlich und aufgrund ihres lockeren Mundwerks zum Vollzug ihrer Rolle prädestiniert. Sie wird dem Sultan (grinsend: das bin ich) jede Nacht neue Märchen vortragen. Doch Vorsicht, beim barbarischen Vorbild drohte ihr bei Nichtgefallen die Enthauptung. Mir ist als Lösung für unser kleines Problem eingefallen, dass im Original ja stets eine Beisitzerin, nämlich ihre ebenso kluge Schwester Dinharazade zugegen war“ (das bin ich, fiel ihm Phoebe ins Wort) der Graf fuhr unbeirrt fort „Richtig, welche in unserem Falle nicht enthauptet, sondern vielmehr ausgepeitscht wird.“
Phoebe bekam glänzende Augen, ihr schüchterner wie halbherziger Protest wurde schlicht ignoriert. Damit wandte sich Graf Carlos mir zu: „und hier haben wir noch den beratenden Großwesir. So sei es.“
Alle, mit besonderem Eifer auch Phoebe, pflichtetem ihm bei: „So sei es!“

Finis (?)
Geschichte
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05.10.25
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